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Vereine

Der Sportverein ist seit den 70-er Jahren die unangefochtene Nummer 1 der außerschulischen Jugendarbeit. Mehr als 60 % der 12-Jährigen und etwa 40 % der 18-Jährigen sind aktive Mitglieder im Sportverein, darunter mehr Jungen als Mädchen und mehr Gymnasiasten als Hauptschüler.18-jährige aktive Vereinsmitglieder sind im Durchschnitt seit 9 Jahren im Verein und verbringen dort etwa 5 Stunden pro Woche.
Kinder und Jugendliche suchen und finden im Sportverein vor allem körperliche Betätigung und sportlichen Erfolg. Breitensportlich orientierte Vereinsmitglieder und vor allem auch Mädchen suchen darüber hinaus auch sozialen Kontakt und Entspannung.

Sportvereine haben nicht nur Verantwortung für die motorische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, sondern übernehmen auch gesellschaftspolitische Verpflichtungen. Sie tragen Verantwortung bei der Aufgabe Kinder und Jugendliche zu einer dauerhaft gesundheitsbewussten Lebensweise zu führen, zur Bildung gefestigter Persönlichkeitsstrukturen und positivem Sozialverhalten beizutragen. Damit das gelingen kann, müssen Sportvereine mit ihrem Angebot auf die jeweilige Lebenssituation von Kindern und Jugendliche reagieren.

Beispiel: Selbstbehauptungstraining
Der deutsche Jiu-Jutsu-Verband bietet bundesweit das Projekt „Nicht mit mir! – Starke Kinder schützen sich“ an – bevorzugt in Zusammenarbeit von Grundschule und Sportverein. Dabei geht es um eine langfristige, kindgerechte Auseinandersetzung mit den Themen Gewaltprävention, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung auch außerhalb der Trainingshalle. Die Kinder sollen dabei Verhaltensweisen erlernen, um gefährlichen Situationen in ihrem Alltag vorzubeugen, diese schnell zu erkennen und sich im Notfall mit Hilfe selbstbewusster, körperlicher Gegenwehr und schnellem Weglaufen in Sicherheit zu bringen.

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Ganztagsschulen bieten neue Chancen für Sportvereine
Wenn Schule und Sportvereine miteinander vernetzt werden, können sie gemeinsam ein breiteres Bewegungs- und Sportangebot in Ergänzung zum Schulsport schaffen. In enger Kooperation mit den Schulen können die Vereine den Schülerinnen und Schülern eine größere Auswahl an sportlichen Aktivitäten bieten, die sich an deren Wünschen orientieren. Vereine erhalten dadurch die Gelegenheit, Kinder und Jugendliche, die bisher keinem Verein angehörten, für den Verein und seine Aktivitäten zu interessieren und auch nach Beendigung des Schulbesuchs an sich zu binden.

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Vorüberlegung für Vereine
Klären Sie, welche konkreten Ziele der Verein mit der Kooperation erreichen möchte, z.B.:

  • die Vereinsarbeit bekannt machen
  • den sozialen Auftrag im Stadtteil erfüllen
  • neue Aufgaben für den Verein erschließen
  • Kinder und Jugendliche als Mitglieder behalten, die wegen der Schule keine Zeit mehr haben
  • Kinder und Jugendliche als zukünftige Mitglieder gewinnen
  • zukünftige Spitzensportlerinnen und -sportler ausfindig machen

Beziehen Sie dabei die Kinder und Jugendlichen ein, die in Ihrem Verein sind. Fragen Sie nach, welche Erwartungen und Wünsche sie – und ihre Eltern – an den Verein haben.

Diskutieren Sie die Kooperationsidee in allen Vereinsgremien. Ernennen Sie dann eine Person, die die Kooperation verantwortlich betreut.

Informieren Sie sich genauer über die Schule/n, mit denen Sie kooperieren möchten:
Handelt es sich um eine Grundschule, weiterführende Schule, Schule mit Ganztagsangebot? Möchte die Schule Ganztagsschule werden oder ist sie es schon? Welche Organisationsform hat der Ganztag?

Lernen Sie die Möglichkeiten kennen:
Punktuelle Kooperation/Projektbezogene Kooperation wie

  • Organisation eines Sportturniers an und mit der Schule
  • Mitwirkung an Projekten oder Projekttagen
  • Teilnahme am Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“

Kontinuierliche Kooperation

  • Regelmäßiges Angebot am Nachmittag als Schulsport-AG
  • Besondere Angebote wie z.B. Selbstbehauptungstraining, Gewaltprävention
  • Angebote für bestimmte Gruppen wie Übergewichtige, Hyperaktive

Gemeinsame Fortbildung von Übungsleiterinnen und -leitern und Lehrkräften

Sprechen Sie mit Vereinen/Schulen, die bereits Kooperationsprojekte durchführen. Lassen Sie sich die positiven Erfahrungen, aber auch eventuelle Schwierigkeiten erläutern.

Finden Sie heraus, welche Unterstützung, Tipps und weitere Hinweise Sie über Ihren Landessportbund und/oder Ihr Kultusministerium bekommen können.

Klären Sie Organisationsform und Laufzeiten Ihrer Angebote, sichern Sie die Qualität und Finanzierung Ihrer Angebote ab.

 

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